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Der TVG ohne Punkte aus Leipzig

SC DHFK Leipzig II - TV Großwallstadt 33:27 (18:17).


Die einen jubelten, die anderen ließen die Köpfe hängen. Jetzt ist es also passiert. Spitzenreiter TV Großwallstadt musste seit dem 14. Dezember 2019 erstmals wieder eine Niederlage einstecken. Damals verlor der TVG bei der SG Leutershausen mit 24:30. Zwischenzeitlich eilte die Mannschaft von Trainer Ralf Bader von Sieg zu Sieg. Doch Leipzig stoppte nun vor 126 Zuschauern den Höhenflug der Großwallstädter und gewann mit 33:27. Und das nicht unverdient.



Passiert ist an der Tabellenspitze nichts. Der TVG sammelte zuletzt viele Punkte auf der Habenseite an und steht noch immer mit jetzt 37:9 Zählern an der Spitze.


Die TVG-Jungs waren vor Leipzig gewarnt und der TVG-Trainer hob vor der Partie eindringlich den Zeigefinger vor dem Gegner. „Die Mannschaft von Trainer Enrico Honech ist gespickt mit jungen, hungrigen Talenten, die alle Handball spielen können und wir müssen höllisch aufpassen“, sagte Ralf Bader. Dies zeigten sie auch eindrucksvoll und vor allem Julius Meyer-Siebert glänzte aus dem Rückraum mit acht Treffern. Aber auch Mario Stark steuerte sogar neun Tore bei. Geholfen hat es trotzdem nichts.


Die Gäste erwischten einen gebrauchten Tag, hätten wahrscheinlich noch einmal eine Stunde spielen können, ohne dass es besser geworden wäre. Solche Tage gibt es.

Der TVG zeigte vor allem in seinem Prunkstück Abwehr deutliche Schwächen. Die Hausherren hingegen agierten über 60 Spielminuten lang im Angriff überragend, fanden die Lücken und münzten jede Chance in ein Tor um.


„Wir haben nichts auf die Platte bekommen. Es haben heute ein paar Prozent zu viel gefehlt“, sagte TVG-Trainer Ralf Bader. Seine Jungs bekamen keinen Zugriff und immer wenn die TVG-Verteidigung oder der -Angriff gut spielten, „gab es wieder einen Nackenschlag in Form eines unerreichbaren Wurfs“, schüttelte Bader den Kopf.


Nach dem 1:1 in der dritten Minute war noch nichts passiert. Doch kurz danach zeichnete sich schon ab, dass Leipzig dem Tabellenführer unbedingt ein Bein stellen wollte. Und so waren die Hausherren stets ein, zwei Tore vorne. Dino Corak und Mario Stark gelang mit einem Kraftakt der 8:8-Ausgleich (13.). Wieder zogen die Gastgeber davon und es dauerte noch einmal ein paar Minuten, ehe dem Gast die erste Führung gelang. Beim 14:13 in der 25. Minute schien sich die Wende anzubahnen. Aber wieder konnte sich der TVG nicht absetzen und nach dem 17:17 durch einen verwandelten Strafwurf von Michael Spatz netzte der siebenfache Torschütze Clemens Uhlig zum 18:17-Halbzeitstand ein. Noch war nichts passiert.


Wer dachte, dass der TVG nach dem Wechsel sich nun zusammen rappeln würde, sah sich getäuscht. Wieder waren die Hausherren am Drücker, setzten die Akzente und bauten ihren Vorsprung schnell aus (21:17 und 22:18 - 37.).




Es war völlig egal, welche Formation TVG-Trainer Ralf Bader aufs Parkett schickte. Egal, ob er es mit einer 6:0- 5:1, 4:2- oder sogar 3:3-Abwehrvariante probierte. Es war immer die gleiche Leier. Der TVG erwischte einen völlig gebrauchten Tag, konnte aus keinem Überzahlspiel Kapital schlagen und war immer einen Schritt später als der Gegner. Beim 28:22 in der 47. Minute wurde es richtig eng für die Gäste und als diese mit sieben Toren im Rückstand lagen, zog der Coach die Reißleine (24:31 - 55.). Seine Jungs bäumten sich noch einmal auf und kamen innerhalb weniger Minuten auf vier Treffer heran (27:31). Würden sie das Ruder noch einmal herumreißen? Schnell war die Aufholjagd zu Ende.


Nach dem Schlusspfiff stand eine letztlich verdiente Niederlage zu Buche und Ralf Bader sagte: „Wir müssen dieses Spiel als Schuss vor den Bug nehmen und unsere Lehren daraus ziehen und es das nächste Mal wieder besser machen.“


Nächste Woche empfängt der TVG die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. Dann will sich der TVG wieder von seiner besten Seite zeigen und die Niederlage vergessen machen. Die HSG hatte diese Woche spielfrei. Das Spiel gegen Groß-Bieberau wurde abgesagt, da die Gäste in einer Vollsperrung auf der Autobahn feststeckten.


Die Statistik:

Leipzig - Großwallstadt 33:27


SC:

Guretzky, Simonsen; Fritschze, Uhlig 7, Oehlrich, Ruoff, Hönicke 8/4, Wenzel, Hellmann 2, Fujita, Neudeck, Neumann 2, Meyer-Siebert 8, Gansau 1, Seidler 4.


TVG:

Redwitz, Adanir; Spatz 5/3, Engels 2, Eisenträger 2, Matijasevic 2, Bogunovic, Bergau, Osifo, Corak 5, Stark 9, T. Spieß, Pfeifer 1, Hüttmann 1.


Zuschauer: 126. - Schiedsrichter: Ebel/Krähe. - Zeitstrafen: SC 3, TVG 1. - Siebenmeter: SC 5/4, TVG 3/3.


Spielfilm:

1:1 (3. Minute), 4:2 (5.), 6:4 (9.), 8:8 (13.), 13:10 (18.), 13:12 (20.), 13:14 (25.), 16:16 (28.), 18:17 (30.); 19:17 (31.), 21:17 (35.), 23:19 (39.), 26:22 (45.), 29:23 (52.), 31:24 (55.), 31:27 (57.), 33:27 (60.).


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Fotos. Felix Müller

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