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Der TVG siegte in einer spannenden Partie gegen die HSG Hanau

3. Handball-Liga Männer, Staffel Mitte: TV Großwallstadt - HSG Hanau 26:22 (11:12).


Was für ein Spiel, was für ein Kampf und was für eine tolle Leistung des TV Großwallstadt. Vor 1610 Zuschauern lieferten sich Spitzenreiter TV Großwallstadt und der Tabellenfünfte HSG Hanau einen Kampf auf Biegen und Brechen. Die Partie war von Anfang an von Leidenschaft, Kampfgeist und Intensität geprägt und, wie schon im Hinspiel, musste der TVG Schwerstarbeit leisten, damit am Ende die Punkte in der Elsenfelder Untermainhalle blieben. Doch diese Aufgabe löste er vor allem in der zweiten Halbzeit souverän und mit diesem Erfolg baute der TVG seine Tabellenführung auf 37:7 Punkte aus und führt sehr deutlich die Spitze an.



Noch immer ohne Lars Spieß und Jan Winkler und auch ohne Kapitän Florian Eisenträger fanden die Hausherren zunächst schwer ins Spiel und mussten die ersten 30 Minuten einem Rückstand hinterherlaufen. Die Gäste waren bis in die Haarspitzen motiviert und es war ihnen anzumerken, dass sie dem Spitzenreiter unbedingt ein Schnippchen schlagen wollten. Es wurde mit Haken und Ösen gekämpft und die Schiedsrichter ließen von Anfang an eine Härte zu, die nicht nur bei den Fans auf Unverständnis stieß. „Wir haben nun 22 Spiele gespielt und das eine oder andere war auch ruppig. Aber sowas wie heute war noch nicht da gewesen“, sagte nach Spielschluss ein empörter TVG-Trainer Ralf Bader. „Meine Spieler sind reihenweise umgefallen und meine Spieler sind wahrlich keine Schauspieler. Aber manche haben wohl nicht hingeschaut, was auf dem Feld passiert ist. Es geht hier auch um die Gesundheit der Spieler. Das müssen die Herren mit ihrer Pfeife regeln.“


Dabei spielte er nicht nur auf die Verletzung von Marcel Engels in der 51. Minute an. Er knallte unglücklich mit dem Kopf auf und musste vom Spielfeld herunter geführt werden. Ob er eine Gehirnerschütterung oder sonstiges erlitten hat, stand bei Spielschluss noch nicht fest.


Die Hanauer führten schnell mit 3:1, 5:2 und 7:4 und hatten hier schon die Chance, auf vier Tore wegzuziehen. Sie fanden die Lücken in der TVG-Abwehr und nutzten diese auch. Aber die Hausherren fanden immer besser ins Spiel, erkämpften sich beim 6:7, 8:9 und 10:11 den Anschluss. Beide Mannschaften waren sich ebenbürtig und die Begegnung war enorm spannend. Marcel Engels spielte anfangs wieder auf der halbrechten Position, machte dies als Rechtshänder erneut sehr gut und Michael Spatz, der im ersten Abschnitt zwei von drei Siebenmetern versiebte, sorgte kurz vor dem Pausenpfiff für den 11:12-Halbzeitstand.


Nach dem Wechsel kamen beide Teams hochmotiviert aufs Parkett zurück, wobei die HSG ihre ersten beiden Angriffe vergeigte. Der TVG machte es besser, glich durch den jungen Alex Pfeifer, der Florian Eisenträger sehr gut vertrat, aus und Mario Stark sorgte in der 33. Minute mit einem sehenswerten Treffer für die erste Führung der Gastgeber. Diese gaben sie bis zum Schluss nicht mehr her. Beim 15:13 für den TVG nahm Hanau die Auszeit. Allerdings hatte der TVG zu diesem Zeitpunkt bereits das Heft fest in die Hand genommen. Egal, ob die Gäste 6:0 oder 5:1 deckten. Die Hausherren fanden mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung nun die passenden Lösungen hierfür. Zwar passierten in der Hitze des Gefechts ein paar technische Fehler zu viel. Trotzdem behaupteten sich Mario Stark und Co., standen jetzt sehr stark in der Abwehr und hatten in Jan-Steffen Redwitz mit über 20 Paraden einen sicheren Rückhalt im Tor. Die HSG probierte alles, um dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben. Der schnelle Dennis Gerst und Marc Strohl probierten es mit einer vorgezogenen Deckung entweder gegen Stark oder den wendigen Marko Matijasevic. Es brachte nichts ein. Vor allem Marcel Engels bekamen sie nicht in den Griff. Er erzielte innerhalb drei Minuten drei Treffer (19:16) und als Dino Corak das 20:16 markierte, war die Entscheidung gefallen.


Zwar gaben die Hanauer in der hektischen, intensiv und körperlich sehr robust geführten Begegnung nie auf, kamen noch einmal auf zwei Tore heran (21:19 - 54.). Der TVG aber blieb mit Unterstützung seiner Fans, die die Halle in einen Hexenkessel verwandelten, standhaft und spielte sehr abgeklärt. Stark und Matijasevic waren es, die schnell für das 23:19 sorgten. Zum Abschluss war es Michael Spatz, der sehr treffsicher quer über das gesamte Spielfeld zum 26:21 ins leere Tor einnetzte. Als dann noch Can Adanir in der Schlussminute zum Siebenmeter eingewechselt wurde und diesen hielt, waren die Fans völlig aus dem Häuschen. Da wurde der letzte verwandelte Strafwurf der HSG zum 26:22-Endstand zur Nebensache. Beim TVG hingegen herrschte überschäumende Freude.

HSG-Trainer Oliver Lücke gratulierte dem TVG zum Sieg: „Wir haben alles in die Waagschale gelegt und wollten hier gewinnen. Es macht auch viel Spaß vor so einer Kulisse zu spielen. Aber wir haben das Spiel zwischen der 30. und 40. Minute verloren. Da erlaubten wir uns zu viele Fehler, die der TVG knallhart bestrafte.“


Ralf Bader platzte fast vor Stolz auf sein Team: “Es war von beiden Seiten eine Abwehrschlacht. Wir haben sehr gut verteidigt, hätten es im zweiten Abschnitt schon früher klarmachen können. Ich bin unglaublich stolz auf meine Jungs. Nach dem Highlight in Nieder-Roden nun wieder so ein Spiel hinzulegen, ist einfach klasse.“


Nächste Woche muss der TVG beim derzeitigen Tabellenfünften Leipzig antreten.




Großwallstadt - Hanau 26:22

TVG: Redwitz, Adanir; Spatz 6/1, Engels 5, Eisenträger (n.e.), Matijasevic 5, Bogunovic, Bergau, Osifo, Corak 1, Stark 5, T. Spieß 1, Pfeifer 3, Hüttmann.


HSG: Schermuly, Tomm; Woiwood, Hemmer 4, Gerst 1, Strohl, Braun 3, Bergold 3, Brüggemann, Pillmann 5, Christoffel 3/3, Lorenz 3, Schneider, Graichen.


Zuschauer: 1610. - Schiedsrichter: Fähnle/Schulle. - Siebenmeter: TVG 3/1, HSG 4/3. - Zeitstrafen: TVG 5, HSG 5.


Spielfilm:

1:1 (2. Minute), 2.3 (8.), 3:6 (12.), 6:7 (18.), 8:9 (22.), 10:10 (26.), 11:12 (30.; 13:12 (33.), 15:13 (40.), 18:15 (45.), 20:16 (49.), 21:19 (54.), 23:20 (57.), 26:22 (60.).


Fotos: Felix Müller

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