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Geschlossene Mannschaftsleistung sichert ungefährdeten Heimsieg

Aktualisiert: 28. Okt 2019

Am vergangenen Mittwoch erreichte den TV Großwallstadt mit dem viel zu früh verstorbenen langjährigen TVG-Spieler Jens Tiedtke eine furchtbare Nachricht. Es machte sich tiefe Trauer und große Betroffenheit breit und die Mannschaft spielte zu seinem Gedenken mit Trauerflor und es wurde ein Kondolenzbuch ausgelegt.

Trotz aller aufrichtiger Trauer gab es nach Spielschluss für den TV Großwallstadt viel Grund zur Freude. Den Gästen aus Northeim wurden beim 33:22 (15:14) deutlich die Grenzen aufgezeigt und TVG-Trainer Ralf Bader freute sich nach Spielschluss sehr für seine Jungs. Trotzdem sagte er: „Das war ein ganz komisches Spiel. Am Anfang hat mich das Spiel etwas an Ping-Pong erinnert.“ Warum Ping-Pong? „Die Bälle flogen nur so hin und her und die Mannschaften gingen ein sehr hohes Tempo“, erklärte Ralf Bader.

In der Tat begann die Begegnung mit einer Geschwindigkeit, die ihm nicht gefiel. Seine Jungs bekamen anfangs keinen Zugriff auf die Abwehr und auch das Angriffs-Niveau fiel zwischenzeitlich auf beiden Seiten ab. Zwar hielten Kapitän Florian Eisenträger und Co. ihren Drei-Tore-Vorsprung bis zum 9:6 (15.). Bis dahin hatte TVG-Torhüter Jan-Steffen Redwitz mehr vom Spiel, hatte die besseren Reflexe als sein Gegenüber. In der Folge steigerte sich allerdings auch der gegnerische Torhüter. Seine Vordermänner glichen zum 9:9 aus und die Partie verlief bis zur Halbzeit ausgeglichen. Mit einem knappen 15:14-Vorsprung für die Hausherren ging es in die Kabinen.


Die Sorgen des Trainers

„Der Gegner zeigte seine Qualitäten aus dem Rückraum“, sagte daher auch TVG-Trainer Ralf Bader in der Halbzeit. Er machte sich Sorgen, wie das Spiel wohl in der zweiten Hälfte verlaufen würde. Doch die Sorgen des Trainers waren unbegründet. Er änderte nach der Halbzeit nicht viel am System, denn es waren nur Kleinigkeiten, die in den ersten 30 Minuten nicht so richtig griffen. Seine Jungs kamen gut von der Pause zurück und machten es besser als zuletzt. Sie starteten sofort wieder in den „Hochgeschwindigkeits-Modus“ und entschieden die Partie innerhalb von zehn Minuten zu ihren Gunsten. Das 15:14-Halbzeitergebnis stockten seine wie aufgedreht spielenden Jungs innerhalb von acht Minuten auf 20:14 (38.) auf. Die Gäste wussten gar nicht wie ihnen geschah. Der TVG ließ weder Linkshänder Efthymios Iliopoulos noch Außen Sören Lange oder dem Halblinken Malte Wodarz noch eine Chance, um zur Entfaltung zu kommen. Dafür zeigte Kapitän Florian Eisenträger eine unglaublich gute Form, Lars Spieß gelangen tolle Tore aus dem Rückraum und Michael Spatz war erneut „Mister Zuverlässig“. Er spielte sehr stark auf. Generell legte der TVG eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung an den Tag.



Nächster Angriff

Nach dem 21:16 in der 40. Minute startete der TVG den nächsten Angriff und erzielte bis zur 48. Minute das 29:16. Der Angriff des TVG lief wie am Schnürchen und die Northeimer hatten keine Möglichkeit mehr, diesen zu stoppen. NHC-Trainer Carsten Barnkothe war die Verärgerung deutlich anzusehen. Beim 33:19 drei Minuten vor dem Ende gelang dem Gegner mit drei Toren in Folge noch etwas Ergebniskosmetik. In der Zwischenzeit gab es für Tom Spieß (31:19 - 54.) noch die Rote Karte für ein Foul. TVG-Ralf Bader gab dem Nachwuchs eine Chance und auch Matthias Ritschel bekam nach seiner langen Verletzungspause die letzte Viertelstunde seinen ersten Einsatz im Tor. Ralf Bader: „Er erwischte einen Einstand nach Maß, hielt bei seiner Einwechslung gleich einen Gegenstoß. Das hat mich für ihn gefreut.“


Am kommenden Wochenende muss der TVG, der mit einem Spiel weniger nun auf dem vierten Platz steht, bei der HSG Hanau antreten. Diese vergaben in Oftersheim/Schwetzingen einen Sechs-Tore-Vorsprung und brachten nur einen Punkt mit nach Hause.


Großwallstadt - Northeim

TVG: Ritschel, Redwitz; Spatz 7/3, Engels 1, Eisenträger 6, Matijasevic 1, Wucherpfennig 1, Corak 4, Stark 3, T. Spieß 1, Keck, Winkler 4, L. Spieß 4, Pfeifer 1, Hüttmann.

NHC: Ullrich, Gobrecht, Wenderoth; Schlüter, Iliopoulos 2, Lange 4/2, Seekamp 2, Springer 2, Hempel, Wilken 1, Gerstmann 2, Nowak 4, Stoepler 3/1, Wodarz 2

Zuschauer: 898. - Schiedsrichter: Schek/Wittermann. - Zeitstrafen: TVG 2, NHC 4. - Siebenmeter: TVG 3/3, NHC 3/2.


Spielfilm: 0:1 (1. Minute), 2:2 (3.), 6:3 (7.), 7:4 (8.), 9:6 (15.), 9:9 (19.), 11:11 (22.), 12:12 (24.), 14:12 (27.), 15:14 (30.); 18:14 (36.) 29:16 (48.), 29:18 (50.), 33:19 (57.), 33:22 (60.).


Foto: ©mlixx

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