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TV Großwallstadt verpasste der SG Nußloch eine Lehrstunde

Foto: Felix Müller


Eine in dieser Höhe nicht erwartete Lehrstunde verpasste der TV Großwallstadt vor 1181 Zuschauern  den Gästen aus Nußloch und sammelte mit dem 34:21 die nächsten Punkte im Kampf um die Meisterschaft ein.  Ralf Bader hatte seine Mannschaft unglaublich gut auf den Gegner eingestellt und diese setzten die Vorgaben in allen Belangen um, hatten ihre Hausaufgaben gut gemacht. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem überragenden Jan-Steffen Redwitz im Tor schossen sie den Favoriten regelrecht aus der Halle. Allerdings waren die Nusslocher an diesem Abend auch nicht „ganz auf der Höhe“, ohne die Leistung der Hausherren schmälern zu wollen. Etwas mehr Gegenwehr seitens der Gäste wäre wünschenswert gewesen und hätte der Begegnung sicher gut getan. Sei’s drum.  Die Gastgeber nahmen von Beginn an das Heft in die Hand, zeigten der SG sofort ihre Grenzen auf und führten schnell mit 5:1 (10.). Ralf Bader schickte zu Beginn den überragenden Jan-Steffen Redwitz ins Tor. Spatz, Winkler, Stark, Lars Spieß, Eisenträger und Corak hatten ihre Hausaufgabe gut gemacht und engten die Kreise des dynamischen Kevin Bitz und Pascal Kirchenbauer von Anfang an ein.  Auch der junge 2.09-Meter große  Theo Surblys kam nicht recht zum Zug und so blieben die Leistungsträger von SG-Trainer Marc Nagel recht blass.


Ohne Christian Zeitz

Vielleicht hätte der Weltmeister von 2007, Christian Zeitz, dem Spiel etwas mehr Spannung verschaffen können. Doch er musste mit einem Magen-Darm-Virus passen. Auch nach der hohen Niederlage hatte Marc Nagel seinen Humor nicht verloren und sagte auf der Pressekonferenz: „Christian fehlte uns heute und es wäre einfach, alles auf sein Fehlen zu schieben. Ich mache es trotzdem…“ TVG-Coach Ralf Bader konterte mit einem Augenzwinkern: „Ich muss zugeben, ich habe Christian Zeitz schon sehr oft gesehen und habe ihn heute nicht vermisst…“

Beim 9:5 in der 16. Minute versuchte SG-Coach Nagel mit einer Auszeit den Spielfluss des TVG zu bremsen. Aber die gegnerische Abwehr mit dem starken Torhüter war an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß für das Spitzenteam aus Nußloch. Egal, was die Gäste probierten, die TVG-Stürmer ließen sich nicht einfangen, schossen aus allen Lagen und Keeper Marco Bitz war der Frust ins Gesicht geschrieben. Er wurde zu oft von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Ganz anders auf Seiten des TVG. Hier klappte das Zusammenspiel von Deckung  und Torhüter hervorragend und Jan-Steffen Redwitz sagte daher auch nach Spielschluss: „Ich bin als Torhüter immer dankbar für so eine Abwehr. Das macht es auch für mich einfacher. Aber wir müssen im nächsten Spiel den Faden wieder aufnehmen und nachlegen.“  Mit 16 Paraden war er der Mann des Abends. Seine Vorderleute gingen über  13:6 und 14:8 mit 17:9 in die Pause.


Wie verläuft die zweite Hälfte?

Die Zuschauer stellten sich die Frage, wie wohl die zweite Hälfte verlaufen würde. Denn der TVG zeigte zuletzt immer mal wieder nach dem Wechsel einen „Hänger“.  Diesmal lief es anders und Florian Eisenträger und Co. knüpften nahtlos an die gezeigte Leistung der ersten 30 Minuten an. Die Hausherren sprühten vor Spielwitz, waren laufbereit und spielten sich in einen regelrechten Rausch. Das war allerdings auch keine Schwerstarbeit, denn die Nußlocher Gegenwehr hielt sich in Grenzen und Marc Nagel ließ die Begegnung laufen, zog keine grüne Karte mehr. In der 52. Minute ging die Lehrstunde ihrem Ende entgegen und Ralf Bader gab seinem Nachwuchs eine Chance. Er schickte  Nils Bergau, David Wucherpfennig, Alexander  Pfeifer, Paul  Hüttmann, Thomas Keck und Torhüter Arthur Wetz aufs Parkett.  Thomas Keck war es vorbehalten, mit dem 34:21 den Schlusspunkt unter eine einseitige Partie zu setzen.


Stimmen zum Spiel:

SG-Trainer Marc Nagel: „Glückwunsch zum hochverdienten Sieg, Entschuldigung an unsere Fans, Entschuldigung an die TVG-Fans. Das Spiel war nicht spannend und wir haben nächste Woche viel gutzumachen. Wir haben  vom TVG von Anfang an demonstriert bekommen, wie man spielen muss, wenn man in Liga zwei will. In den zweiten 30 Minuten gab es dann in allen Belangen eine Lehrstunde für uns. Und auch hier hat uns der TVG gezeigt, wie man mit dem  Vorsprung umgeht.“

TVG-Trainer Ralf Bader: „Danke für die Glückwünsche und danke für die tolle Stimmung. Der Funken ist von Anfang an übergeschwappt und so muss es sein. Wir haben überragend verteidigt, hatten mit Jan-Steffen Redwitz einen starken Torhüter. Das war der Grundstein zum Sieg. Wir haben einen Sahnetag erwischt und ich bin sehr zufrieden.“ Und mit einem breiten Grinsen im Gesicht und nicht ganz ernst gemeinten Worten legte er nach: „ Ich habe meine Jungen aufs Feld geschickt und gesagt, dass sie die Differenz von 14 Toren halten sollen. Das haben sie nicht geschafft. Also ist diese Woche viel Kraft und Ausdauer angesagt…“ Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite und entließ die Zuschauer gutgelaunt ins Wochenende.


Die kommende Woche muss der TVG beim 14. der Tabelle, dem HC Elbflorenz II antreten.


Hier gilt es nachzulegen und mit dem ersten Auswärtssieg nach Hause zu kommen.

Großwallstadt – Nußloch 34:21

TVG: Redwitz, Wetz; Spatz 8/3, Engels 4, Eisenträger 3, Matijasevic 2, Corak 4, Stark 4, T. Spieß, Winkler 4, L. Spieß 2, Hüttmann, Bergau 1, Wucherpfennig, Pfeifer, Keck 1.

SGN: Bitz, Mangold, Lieb; Petroczi 2, Kuch, Fritsch 2, Stüwig 2, Geppert 4/4, Surblys 2, Wichmann, Kirchenbauer 1, K. Bitz 4, Klimovets, Hermann 2/2, Schmiedt 2, Ganshorn.

Zuschauer: 1181. – Schiedsrichter: Sakovski/Schneider. – Zeitstrafen: TVG 4, SGN 3. – Siebenmeter: TVG 3/3, SGN 7/6. –

Spielfilm: 2:0 (2. Minute), 5:1 (10.), 7:4 (14.), 10:5 (17.), 13:7 (23.), 15:8 (28.), 17:9 (30.); 21:10 (36.), 22:12 (40.), 28:12 (47.), 31:15 (52.), 32:18 (57.), 34:21 (60.).

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