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„Meisterlich“: Ein Dorfverein schreibt Meisterschaftsgeschichte

In der Jubiläumsserie „Meisterlich“ würdigt die Handball-Bundesliga in ihrer 60. Saison die Vereine, die die Geschichte der „stärksten Liga der Welt“ geprägt haben. Die neue Folge führt nach Unterfranken zum TV Großwallstadt. Ein Klub, der wie kaum ein anderer zeigt, wie ein kleiner Standort große Spuren im deutschen und europäischen Handball hinterlassen kann.

Rund um das Jahr 1980 war der TVG das Maß aller Dinge. Die Deutschen Meisterschaften 1978, 1979, 1980, 1981, 1984 und 1990 sowie die Triumphe im Europapokal der Landesmeister 1979 und 1980 machten den Verein weit über die Region hinaus bekannt. Viele spätere Nationalspieler und internationale Größen nutzten Großwallstadt als Sprungbrett für ihre Karrieren. Heute spielt der Klub in der 2. HBL – und arbeitet daran, den Weg zurück in die DAIKIN HBL zu finden. 

Zu Wort kommen Persönlichkeiten aus Vergangenheit und Gegenwart. Geschäftsführer Michael Spatz beschreibt den Spagat zwischen Tradition und Zukunftsplanung. Linksaußen Florian Eisenträger, seit vielen Jahren Identifikationsfigur des Vereins, spricht über Zusammenhalt und Standortstolz. Peter Meisinger erinnert sich an Titelgewinne als Spieler und Trainer, während die Weltmeister von 1978, Manfred Hofmann und Kurt Klühspies, die große Ära des Dorfvereins einordnen. Nachwuchsspieler Ole Scherer steht stellvertretend für die nächste Generation, die den Sprung in die höchste Spielklasse schaffen will. 

Die Episode beleuchtet die außergewöhnliche Vergangenheit des TVG, den Stellenwert der nachhaltigen Jugendarbeit und den festen Glauben daran, dass große Geschichten auch in Zukunft wieder in Großwallstadt geschrieben werden können. Zwischen Erinnerungen an europäische Triumphe und dem täglichen Einsatz im Hier und Jetzt zeigt sich ein Verein, der seine Wurzeln kennt und seinen Weg nach oben entschlossen weitergeht.