Großwallstadt, 25.01.2023 Der TV Großwallstadt gibt die Vertragsverlängerung von Moritz Klenk bis Juni 2024 bekannt.
Der 21jährige Linksaußen bekommt damit die Chance, sich im Bundesligakader weiter zu beweisen und zu entwickeln. Klenk ist ein Eigengewächs des Vereins, schaffte 2021 den Sprung aus dem eigenen Nachwuchs- in den Profibereich.
Das junge Talent ist neben Florian Eisenträger und Ievgen Zhuk der dritte Spieler auf seiner Position und hat in der aktuellen Spielzeit nur anteilig Einsatzzeit bekommen. Deshalb wurde Klenk auch mit einem Zweitspielrecht ausgestattet und geht zusätzlich beim Drittligisten TV Kirchzell auf Torejagd.
Geschäftsführer Michael Spatz freut sich, dass der gebürtige Odenwälder noch ein weiteres Jahr beim TVG bleibt: „Ich bin sehr froh, dass sich Moritz dazu entschieden hat, in eine weitere Saison mit uns zu gehen. Er ist ein junger, hochmotivierter Spieler, der sich die letzten Jahre immer weiterentwickelt hat. Auch wenn er sich aktuell hinter Florian und Ievgen noch beweisen muss, zeigt er bei uns und auch beim TV Kirchzell immer wieder, was in ihm steckt. Ich freue mich immer sehr, wenn sich die Talente aus der Region mit unserem Verein identifizieren und sich entscheiden hier zu bleiben. Mit Moritz werden wir noch viel Freude haben.“
„Ich freue mich auf ein weiteres Jahr bei meinem Heimatverein. Ich bin stolz auf diese Mannschaft und freue mich mit ihr – auch in der nächsten Saison – Spiele zu gewinnen,“ so Klenk.
Zur Person:
Moritz Klenk wurde am 13. Januar 2002 in Darmstadt geboren. Er begann seine Karriere bereits in der E-Jugend bei der hessischen JSG Gersprenztal.
In der C-Jugend wechselte Klenk zur TuSpo Obernburg und spielte zusätzlich in der Hessenauswahl.
Ab der B-Jugend lief er für die TVG-Junioren-Akademie auf.
Klenk war zudem Teil der A-Jugend-Bundesliga sowie der Bayernauswahl beim Deutschland Cup.
Sein Debüt der Herren gab Klenk beim TV Großwallstadt: er stand als A-Jugendlicher im Kader des TVG beim DHB Pokal-Spiel am 17.08.2019 gegen den Longericher SC. Seinen Profivertrag beim TVG hat der Linksaußen nun bis Juni 2024 verlängert.
Großwallstadt 23.01.2023 Der TV Großwallstadt hat den Nachfolger für Igor Vori gefunden: Vyachselav Lochman übernimmt ab sofort den Trainerposten beim TV Großwallstadt.
Nachdem vergangene Woche der seit Anfang der Saison aktive Coach Igor Vori um seine sofortige Freistellung gebeten hat, kann der Verein bereits heute einen Nachfolger präsentieren.
Mit Vyacheslav – genannt Slava – Lochmann steht ab sofort bei den Blau-Weißen kein Unbekannter am Spielfeldrand: der 46-jährige gebürtige Ukrainer trug bereits vor einigen Jahren selbst das Trikot des TVG. Von 2004 bis 2007 lief er im linken Rückraum für die Wällschter auf, zudem bestritt er mindestens 28 Länderspiele für die Ukraine.
Lochman, der im März 2022 mit seiner Familie aus der Ukraine in seine – wie er Großwallstadt selbst nennt – „Zweite Heimat“ geflüchtet ist, hat hier am Untermain wieder Fuß in der Handballwelt gefasst. Seit Oktober 2022 fungiert er als Jugendkoordinator der TVG Junioren Akademie e.V. und Trainer der A-Jugendmannschaft des Vereins. Zudem ist er aktuell Chefcoach der ukrainischen Handballnationalmannschaft, die während des Krieges ihre Spiele in Deutschland austrägt, wie beispielsweise am 12.10.2022 in der f.a.n.-Arena.
Dass Lochman jetzt Trainer der Bundesligamannschaft des TV Großwallstadt wird, war naheliegend: „Stefan Wüst und ich haben uns nach der Bitte von Igor gleich zusammengesetzt und geeignete Kandidaten besprochen. Es gibt und gab hier einige sehr interessante Möglichkeiten. Slava war ebenfalls einer der erstgenannten Namen. Er macht im U19-Team der Akademie einen sehr guten Job, ist im Verein integriert und hat fast alle Heimspiele der 1. Mannschaft live gesehen. Nach dem ersten Gespräch war mir schnell klar, dass Slava’s Gedanken gut zu unseren Vorstellungen passen. Zudem verfügt er über die EHF-Master Coach Lizenz, die höchste Trainerqualifikation im Handball. Ein großes Dankeschön in diesem Zusammenhang auch nochmal an unseren Co-Trainer Edis Hodzic, der letzte Woche direkt die Einheitenmit der Mannschaft übernommen hat.“ so Geschäftsführer Michael Spatz.
Um Lochman als Trainer zu bekommen, mussten Stefan Wüst und Michael Spatz natürlich zunächst das Gespräch mit den beiden Vorständen der TVG Junioren Akademie e.V. suchen. Hier wurde schnell klar, dass der Ukrainer zunächst beide Aufgaben parallel wahrnehmen wird.
Jan-Steffen Minerva hat dieser Personalentscheidung natürlich gerne zugestimmt: „Wir haben uns kurz beraten aber konnten sehr schnell die Zusage geben. Wichtig ist es uns, dass Slava der Akademie erhalten bleibt. Er hat bisher einen tollen Job gemacht und hat einen guten Bezug zu den Jugendlichen. Da in unserer Akademie auch viele aus der Ukraine geflüchtete Jungs spielen, die bereits auch im Training der 1. Mannschaft teilnehmen, halte ich diese Verzahnung sogar für sehr sinnvoll. Natürlich werden wir aber schauen, dass wir ihm intern Hilfestellungen bieten, wenn nötig, neue Trainer anstellen, um allen Seiten gerecht zu werden.“
Auch Stefan Wüst bedankt sich an dieser Stelle noch einmal: „Ich möchte mich hier noch einmal bei allen beteiligten Stellen bedanken, dass wir nach dem ersten Schock sofort konstruktiv zusammengearbeitet und schnell eine sehr gute Lösung gefunden haben: Danke an meinen Kollegen Michael Spatz, der hier einmal mehr bewiesen hat, dass er in Krisenzeiten ein Fels in der Brandung sein kann, Danke an Timo Scherer und Jan-Steffen Minerva für den tollen Austausch, Danke an unsere Teammanagerin Nina Mattes, die im Hintergrund alles am Laufen hält, Danke an die Gesellschafter und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle, die sich von den Geschehnissen nicht haben aus der Ruhe bringen lassen. Ich bin sehr stolz auf dieses großartige Team.“
Großwallstadt 18.01.2023 Der TV Großwallstadt gibt die Freistellung von Trainer Igor Vori bekannt. Der 42Jährige Kroate ist Anfang der Woche auf den Verein zugetreten und hat aus privaten Gründen um seine sofortige Entbindung von seinem Amt gebeten.
Die Geschäftsführung hat diesem Anliegen entsprochen, so dass Vori noch in dieser Woche die Heimreise nach Kroatien antreten kann.
Geschäftsführer Stefan Wüst war von der Bitte Vori’s überrascht: „Igor ist letzte Woche zum Trainingsstart mit seinem Anliegen auf uns zugekommen. Die Situation kam für uns unerwartet. Dennoch wollten wir seiner Bitte entsprechen. Michael und ich haben uns mit den Gesellschaftern ausgetauscht und letztendlich war es uns wichtig, Igor’s Wunsch nachzukommen.“
Das Training leitet ab sofort Co-Trainer Edis Hodzic; Michael Spatz und Stefan Wüst sind bereits in Gesprächen und suchen gemäß dem vereinsinternen Anforderungsprofil einen Nachfolger für die Trainerposition.
Sobald detaillierte Informationen und Ergebnisse vorliegen, wird der Verein die Presse hierüber informieren.
„Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei Igor für seine Arbeit für den TV Großwallstadt in den letzten Wochen und Monaten bedanken. Er hat durch seine Arbeit für einige Highlights hier am Untermain gesorgt . Jetzt liegt mein Fokus aber auf der Suche nach einem adäquaten Nachfolger. Ich bedanke mich im Namen des TV Großwalstadt für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche Igor alles Gute“, so Geschäftsführer Michael Spatz.
Die Mannschaft wird zukünftig ohne Igor Vori jubeln
Großwallstadt 12.01.2023 Der TV Großwallstadt ist am gestrigen Mittwoch aus der kurzen Winterpause zurückgekehrt und hat das Training zur Vorbereitung auf die Rückrunde wieder aufgenommen.
Erfreulich ist, dass die Verletzten Florian Eisenträger und Adrian Kammlodt in ihrer Rehabilitation gute Fortschritte gemacht haben und langsam wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können. Verzichten muss Head-Coach Igor Vori allerdings noch auf den Langzeitverletzten Görkem Bicer, der nach seiner Kreuzbandverletzung im September weiter an seinem Comeback arbeitet. Auch Torwart Petros Boukovinas war gestern noch nicht vor Ort – Boukovinas wurde zum Lehrgang mit der griechischen Nationalmannschaft freigestellt und wird am Sonntag wieder in Großwallstadt erwartet.
Leider gibt es aber auch unerfreuliche Nachrichten zu verkünden. Torhüter Jan-Stefen Minerva musste sich einer OP an der rechten Hand unterziehen. Der 33-Jährige hatte bereits in den letzten Spielen gefehlt, sich bei weiteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass eine Operation unumgänglich ist. Minerva wird voraussichtlich Ende März wieder ins Spielgeschehen eingreifen können.
Umso ärgerlicher ist nun, dass auch Nachwuchstorhüter Julian Ohm eine zweiwöchige Pause einlegen muss. Der 19-Jährige klagte über Fußprobleme und seit heute steht die Diagnose: Ohm hat einen Stressbruch im Mittelfuß erlitten.
Dennoch gibt sich der Verein zuversichtlich, dass zum ersten Spiel im neuen Jahr am 04.02.2023 um 19:30 Uhr in Würzburg gegen die Wölfe Würzburg der Trainer wieder auf einen breiten Kader zurückgreifen kann.
Bis dahin wird das Team noch zwei Vorbereitungsspiele bestreiten: das erste wird am Donnerstag, den 19.01.2023 in Gummersbach stattfinden, eine weiter Begegnung ist für den 29.01.2023 geplant (Gegner wird noch bekanntgegeben).
Teammanagerin Nina Mattes gibt sich ob der aktuellen Verletzungssituation dennoch zuversichtlich: „Natürlich ist die Lage gerade mit den Torhütern nicht optimal. Aber die Verletzungen kommen jetzt nicht zu einem mega ungünstigen Zeitpunkt. Wir behelfen uns im Training mit Nachwuchstalenten aus der Akademie, außerdem wird Petros ja bald wieder zur Mannschaft stoßen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir zum Auftakt am 04.02.2023 nur noch wenige Verletzungssorgen zu beklagen haben. Vor allem die Tatsache, dass Thomas Rink wieder voll im Training ist und auch die Prognosen für Adrian und Florian stimmen mich sehr zuversichtlich. Unsere medizinische Abteilung leistet da im Moment sehr sehr gute Arbeit.“
Trainer und Mannschaft haben Wort gehalten: Im letzten Spiel des Jahres gegen die SG BBM Bietigheim hat der von Verletzungssorgen geplagte TV Großwallstadt die letzten Kräfte mobilisiert und den Favoriten mit 28:27 bezwungen. Den Grundstein für den Erfolg, der dem TVG vor der Winterpause ein ausgeglichenes Punktekonto bescherte, legte die Mannschaft von Igor Vori in der ersten Halbzeit. Dank einer exquisiten Abwehr- und Torhüterleistung kontrollierten die Unterfranken die Bietigheimer Offensive und gingen mit einer beruhigenden 13:8-Führung in die Halbzeitpause. In den zweiten 30 Minuten der Partie kam das Team von Iker Romero, das zuletzt 9:1 Punkte geholt hatte, mächtig auf. Letztlich lag es vor allem an Mario Stark, dass der TVG knapp mit einem Tor Unterschied siegte. Der Spielmacher riss in der entscheidenen Phase die Initiative an sich, bediente spektakulär Kreisläufer Dino Corak und erzielte selbst vier ganz wichtige Tore.
1340 Zuschauer in der Aschaffenburger Frankenstolz-Arena sahen von Beginn an ein packendes Kampfspiel, in dem zunächst die von den Trainern Vori und Romero bestens eingestellten Abwehrreihen im Vordergrund standen. Besonders im Fokus: Großwallstadt-Torhüter Petros Boukovinas, der schon in der ersten Spielhälfte reihenweise Würfe der SG-Angreifer parierte.
Bis zur 7. Spielminute ließ der TVG-Keeper keinen Gegentreffer zu. Dann verkürzte Juan de la Pena auf 1:2. Luca Munzinger und Finn Wullenweber hatten die ersten beiden Großwallstädter Tore erzielt. Es dauerte dann bis zur 10. Minute, bis Linkshänder Munzinger der dritte TVG-Treffer gelang. Kreisläufer Dino Corak erhöhte auf 4:1. Nach Wullenwebers Hüftwurf-Geschoss zum 5:2 sah sich Gästecoach und Ex-Welthandballer Romero zur Auszeit gezwungen.
Mehr Sicherheit brachte das seinem Team zunächst nicht. Kreisläufer Corak erhöhte für den TVG mit seinem zweiten Treffer auf 6:3. Der Ex-Großwallstädter Alexander Pfeifer verkürzte auf 4:6. Dem TVG gelang es in den ersten 30 Minuten, fünf Zeitstrafen gegen sich zu kompensieren. Die Gründe: Boukovinas hielt weiter prächtig, und in der einen oder anderen Situation war auch das Glück aufseiten der Heimmannschaft, als Latte und Pfosten Gegentreffer verhinderten.
Simon Strakeljahn und Moritz Klenk nach einer herrlichen Ballstafette erhöhten auf 8:4 (21.). Der TVG hielt die Gäste dann durch Tore von Wullenweber, Strakeljahn, Frieder Bandlow, Maxim Schalles und Corak auf Abstand. Weil Boukovinas auch den letzten Bietigheimer Ball aufs Tor in der ersten Hälfte abwehrte, ging es mit einer 13:8-Führung für die Unterfranken in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff dann ein ganz anderes Bild. Der TVG leistete sich sofort einige Fahrkarten und Abspielfehler. Die SG Bietigheim nutzte diese Schwächephase entschieden aus. Innerhalb kurzer Zeit schlossen die Gäste auf 15:16 auf (38) und bauten nun vor allem über Spielmacher de la Pena permanent Druck auf. Auch das lautstarke Fanlager der SG bekam jetzt Oberwasser; TVG-Coach Vori nahm die Auszeit.
Wiederholt kämpften sich die Baden-Württemberger auf zwei Tore heran. In dieser schwierigen Phase übernahm TVG-Spielmacher Mario Stark das Kommando, bediente zweimal Kreisläufer Dino Corak sehenswert und traf selbst in fast aussichtsloser Situation. So konnte der TVG sogar die dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte für Wullenweber überstehen. Und auch die Großwallstädter Außenspieler stachen. Erst traf Schalles von rechts zum 21:18, wenig später sein Pendant Moritz Klenk auf Linksaußen zum 22:19. Doch nach einem Gegenstoß von de la Pena war Bietigheim in der 50. Minute beim 22:23 ganz dicht dran.
Drei Treffer in Folge von Stark, davon zwei Hüftwürfe, sorgten dafür, dass der TV Großwallstadt knapp die Nase vorne behielt. Als fünf Minuten vor dem Abpfiff Bandlow mit einer Energieleistung das 27:24 erzielte, stand die Halle Kopf. Pfeifer verkürzte für die SG auf 26:27, dann war es erneut Bandlow, der nach einem Fehlwurf Munzingers traf. 83 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Jonathan Fischer zum letzten Mal der Anschlusstreffer für Bietigheim. Doch Stark nahm geschickt Zeit von der Uhr. Den Gästen blieben am Ende nur wenige Sekunden zum Ausgleich. Den aber konnte die TVG-Abwehr mit vereinten Kräften verhindern.
Während Gästecoach Iker Romero nach dem Abpfiff die Enttäuschung über die insgesamt schwache Leistung seiner Mannschaft deutlich anzumerken war, zeigte sich Igor Vor stolz auf sein Team und lobte vor allem die Abwehrleistung des TV Großwallstadt.
Großwallstadt 24.12.2022 Am Montag, den 26.12.2022 empfängt der TV Großwallstadt die SG BBM Bietigheim in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg zum letzten Spiel des Jahres.
Für diese Weihnachtspartie hat sich der TVG natürlich vorgenommen, einen Sieg zu erzielen, um zusammen mit den Fans einen schönen Jahresabschluss zu feiern.
Wichtig wird sein, dass sich die Mannschaft von Igor Vori auf Ihre Stärken besinnt, die sie in der DHB-Pokalrunde gegen die HSG Wetzlar am 22.12. gezeigt hat, in der Defensive den Zugriff findet und im Angriff genug Chancen herausspielt, um wichtige Tore zu erzielen.
Die SG mit Trainer Iker Romero Fernandez hingegen hat natürlich ähnliche Absichten. Die Baden-Württemberger stehen aktuell mit 19:13 Punkten auf Platz 7 der auf- und abstiegsrelevanten Tabelle und wollen sicherlich ebenfalls mit einem Sieg das Jahr beenden.
Bietigheim hat gerade in den letzten Wochen eine beeindruckende Serie hingelegt und in den letzten fünf Spielen vier Siege gegen Mannschaften aus dem vorderen Tabellendrittel wie Eisenach und Lübbecke erzielt und ein wichtiges Unentschieden gegen den Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten erreicht. Großen Anteil daran hat Christian Schäfer auf Rechtsaußen, der bereits 86 Treffer für seinen Verein erzielt hat, 50 davon von der Siebenmeterlinie.
Die letzten beiden Aufeinandertreffen in der Saison 2021/22 gingen jeweils an die Heimmannschaften. In Bietigheim verlor der TVG mit 29:24, zuhause siegte er mit 27:23. Dieses denkwürdige Spiel ist wahrscheinlich noch allen Zuschauern in Erinnerung, konnte man durch diesen Erfolg am letzten Spieltag doch den Klassenerhalt sichern.
Foto: Felix Müller
Kuno Schauer möchte mit seinem Team im letzten Spiel des Jahres 2022 noch ein
Im Achtelfinale des DHB-Pokals in der Aschaffenburger Frankenstolz-Arena hat Außenseiter TV Großwallstadt den Bundesligisten HSG Wetzlar an den Rand einer Niederlage gebracht. Vor 2331 Zuschauern konnte sich der Erstligist am Donnerstagabend nur knapp mit 25:23 (14:15) durchsetzen. Und das, obwohl die Unterfranken auf fünf Stammspieler verzichten mussten. »Wir haben bis zum Ende gekämpft. Schade, dass es nicht gereicht hat, aber Riesen-Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft«, sagte der verletzte TVG-Kapitän Florian Eisenträger nach dem Abpfiff .
Bei der Begegnung trafen auch zwei kroatische Trainer aufeinander. Bei Wetzlar stand Nationalcoach Hrvoje Horvat an der Seitenlinie, der bei dem abstiegsbedrohten Club vor zwei Wochen die Nachfolge von Benjamin Matschke angetreten hatte. Beim TVG schickte Kroatiens Rekordnationalspieler Igor Vori diesmal wieder seine Stammkräfte aufs Parkett, die er im Punktspiel gegen den HC Motor Saporischschja noch geschont hatte.
Vor prächtiger Kulisse sah es zu Beginn des Spiels so aus, als könnten sich die im Rückraum körperlich überlegenen Gäste schnell Vorteile erarbeiten. So ging Wetzlar durch einen Hüftwurf von Jonas Schelker und einen Treffer von Rechtsaußen Domen Novak mit 2:0 in Führung. Der Anschlusstreffer von Kreisläufer Dino Corak vom Kreis sowie das 2:3 und 3:4 durch Frieder Bandlow und wiederum Schauer machten aber deutlich, dass Großwallstadt sich viel vorgenommen hatte. Ein selbstbewusster Kuno Schauer stellte in der 12. Minute mit dem 5:5 den Ausgleich her.
Eine erneute Zwei-Tore-Führung der Wetzlarer verkürzte Linksaußen Ievgen Zhuk (6:7). Im Anschluss konnte die HSG selbst eine doppelte Überzahl nicht zu einer Drei-Tore-Führung nutzen. Im Gegenteil: Finn Wullenwebers strammer Hüftwurf brachte den 8:9-Anschlusstreffer.
Ein starker Rückhalt war bereits in dieser Phase der Partie Großwallstadts griechischer Torhüter Petros Boukovinas, so dass Wullenweber und Schauer zum 11:11 ausgleichen konnten. Der TVG befand sich jetzt endgültig auf Augenhöhe. Eine Sekunde vor dem Abpfiff der ersten Spielhälfte gelang der Heimmannschaft erstmals der Führungstreffer. Der Ukrainer Zhuk hatte sich einen Abpraller geschnappt und den Ball sicher im Kasten von Gästekeeper Till Klimpke versenkt.
Fulminant starteten die Blau-Weißen in die zweite Spielhälfte. Mit einem Kempa-Tor nach Pass von Maxim Schalles riss Schauer das Publikum sofort wieder mit. Mario Stark erhöhte mit einem Treffer ins leere Wetzlarer Tor auf 17:14. Die TVG-Defensive kämpfte aufopferungsvoll. Boukovinas hielt und trieb den Ball zum Gegenstoß nach vorne. Zhuk traf zum 18:15!
Dann rafften sich die Mittelhessen auf und stabilisierten ihre Defensive. Nach einer Zeitstrafe für Corak erzielte der Schweizer Nationalspieler Lenny Rubin 20 Minuten vor Spielende den 18:18-Ausgleich. Der Schwede Emil Mellegard brachte die HSG in Führung.
Als TVG-Trainer Vori eine Viertelstunde vor Spielende eine Auszeit nahm, lag Wetzlar mit 20:18 vorne. Luca Munzinger verkürzte für den TVG aus dem Rückraum und leitete die dramatische Schlussphase ein. Ein traumhaft sicherer Kempa durch Mellegard brachte erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung für die HSG, aber Wullenweber traf im Gegenzug. Der Erstligist erhöhte durch Vladan Lipovina auf 23:20. In doppelter Überzahl kam die HSG durch einen weiteren Kempa-Trick zum 24:21. Doch Großwallstadt war nicht bereit, nachzugeben. Als Kuno Schauer 92 Sekunden vor dem Spielende zum 23:24 kam, glich die Aschaffenburger Frankenstolz-Arena einem Tollhaus. Lipovina machte dann mit dem 25. Wetzlarer Treffer den Sieg für die Gäste klar, denen der Zweitligist jedoch alles abverlangt hatte.
Großwallstadt 20.12.2022 Am Donnerstag, den 22.12.2022 um 20 Uhr empfängt der TV Großwallstadt die HSG Wetzlar in der f.a.n.-Arena in Aschaffenburg zum Achtelfinale des DHB-Pokals.
Eine Begegnung, die es zu Erstligazeiten des TVG öfters gegeben hat. In den Jahren 2008 bis 2013 trafen die beiden Vereine insgesamt 11 Mal aufeinander. Die Statistik fällt hier ganz klar zu Gunsten der Unterfranken aus: 8x besiegten die Blau-Weißen die Hessen, nur 2x konnte die HSG die Partie für sich entscheiden, zudem gab es ein Unentschieden.
Das letzte Aufeinandertreffen gab es dann tatsächlich im DHB-Pokal. 2018 und 2019 ging jeweils Wetzlar als Sieger hervor.
Aber warum in der Vergangenheit schwelgen, wenn die Karten diesmal neu gemischt werden.
Natürlich geht die HSG Wetzlar auch diesmal als Favorit in die Partie. Aber der Pokal schreibt ja bekanntlich seine eigenen Gesetze.
Und Wetzlar hat erst vor Kurzem Trainer Benjamin Matschke freigestellt, da die Vereinsführung mit den Leistungen der Mannschaft nicht zufrieden war. Seit 12.12.2022 steht nun der Nachfolger fest: Hrvoje Horvat hat das Traineramt bei der HSG übernommen, musste aber gleich im ersten Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen eine 23:29-Heimniederlage hinnehmen.
Somit treffen am 22.12.2022 zwei Trainer kroatischer Abstammung aufeinander. Igor Vori hat dabei sicherlich als Spieler mehr Titel gewonnen als sein Gegenüber, dafür hat Horvat schon einige Jahre als Headcoach auf dem Buckel. Er startete seine Trainerlaufbahn bereits im Jahr 2008, zuletzt trainierte er die kroatische A-Jugendnationalmannschaft.
Die HSG Wetzlar steht aktuell nach 17 Spieltagen mit 9:25 Punkten auf Platz 16 der Tabelle und wird damit sicherlich nicht den eigenen Ansprüchen gerecht. Stark gebeutelt hat die Hessen sicherlich die Verletzung von Spielmacher Magnus Fredriksen vor ein paar Wochen. Dennoch verfügt das Team über einen starken Kader. Besonderes Augenmerk liegt natürlich auf Torhüter Till Klimpke, der jedem handballaffinen Zuschauer ein Begriff sein sollte. Der 24jährige läuft auch für die Deutsche Handballnationalmannschaft auf. Aktuell torgefährlichster Akteur ist der 26jährige Rückraum linke Spieler Rubin Lenny.
Sicherlich wird dem Erstligisten die Favoritenrolle zugesprochen, doch die Mannschaft von Igor Vori wird alles dafür tun, um dieses Spiel mit einem Sieg zu beenden und die nächste Runde des DHB-Pokals zu erreichen. Großer Pluspunkt für den TVG ist hier der Heimvorteil. Mit den Fans im Rücken möchte sich das Team mit einem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk, dem Einzug ins Viertelfinale des DHB-Pokals, belohnen.
Foto: Felix Müller
Der TVG möchte am Donnerstag in die nächste Runde des DHB-Pokals einziehen
Großwallstadt 20.12.2022 Die Verletzungsmisere beim TV Großwallstadt hält an. Jetzt hat es auch Torhüter Jan-Steffen Minerva erwischt. Der 33jährige Hösbacher hat vor ein paar Wochen im Training zwei Bälle unglücklich aufs Handgelenk abbekommen und leidet seitdem unter starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der rechten Hand.
Nach einigen Untersuchungen steht die Diagnose: Minerva’s Sehne liegt nicht mehr in der vorgegebenen Führung, der Torhüter muss jetzt eine Pause einlegen, um die Schwellung zu lindern und gegebenenfalls weitere Schritte einzuleiten.
Er gesellt sich damit zu den weiteren Verletzten Florian Eisenträger, Adrian Kammlodt, Thomas Rink und Görkem Bicer und wird dieses Jahr nicht mehr im Tor des TV Großwallstadt stehen.
Der junge Nachwuchstorhüter Julian Ohm bekommt dadurch bei den letzten beiden Spielen im Jahr 2022 die Chance auf Einsatzzeiten hinter Stammtorhüter Petros Boukovinas.
Geschäftsführer Michael Spatz zur aktuellen Situation: „Natürlich ist ein weiterer Ausfall im Moment sehr schmerzlich, wir haben noch zwei wichtige Spiele in den kommenden Tagen vor uns. Aber Petros hat in den letzten Spielen gezeigt, dass er ein starker Torhüter ist. Und mit Julian haben wir noch einen weiteren Torwart im Kader. Ich bin aber guter Dinge, dass sich zum Rückrundenstart im Februar 2023 das Lazarett wieder gelichtet haben wird und außer Görkem alle Spieler wieder fit sein werden.“
Großwallstadt 19.12.2022 Der TV Großwallstadt traf am Samstag, den 17.12.2022 auf den ukrainischen Spitzenclub HC Motor Zaporizhzhia. Die 2. Handballbundesliga hat es zur Saison 2022/23 dem Verein ermöglicht, außer Konkurrenz in der 2. Handballbundesliga aufzulaufen. So können die ukrainischen Sportler Ihrem Beruf nachgehen und trotz der Kriegssituation in Ihrem Heimatland Handball unter Wettbewerbsbedingungen spielen.
TVG-Trainer Igor Vori nutzte dieses Spiel dafür, um gerade den jüngeren Spielern Einsatzzeiten zu geben und neue Dinge auszuprobieren. So standen diesmal Moritz Klenk, Luca Munzinger, Kuno Schauer, Simon Strakeljahn und Maxim Schalles in der Startformation unterstützt durch Abwehrchef Povilas Babarskas auf der Kreisläuferposition und Petros Boukovinas im Tor.
Die zuletzt etwas müde wirkenden Akteure Dino Corak und Mario Stark und auch Finn Wullenweber wurden für die kommenden wichtigen Spiele (22.12. 2022 DHB-Pokal gegen HSG Wetzlar und Punktspiel am 26.12.2022 gegen SG BBM Bietigheim) weitestgehend geschont.
Die junge Garde nutzte diese Chance und vor allem Simon Strakeljahn und Luca Munzinger präsentierten sich in Torlaune.
Der TVG kam gut ins Spiel, führte gleich mit zwei Toren. Aber auch die Gäste, die an diesem Tag von den ukrainischen Fans der Region angefeuert wurden, wollten sich in Großwallstadt unter den Augen von Nationaltrainer Slava Lochman von ihrer besten Seite zeigen. Top-Totschütze Ihor Turchenko erzielte in der 6. Spielminute den 4:4-Ausgleichstreffer. Fortan gingen die Blau-Weißen immer wieder in Führung, Motor legte nach, bis die Unterfranken nach 17 Minuten mit 4 Toren in Front gingen. Doch die ukrainische Mannschaft kämpfte sich auf ein 12:12 heran, so dass der TVG nur mit einem Treffer Vorsprung (14:13) in die Halbzeitpause gehen konnte.
Nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste durch zwei Treffer von Ihor Turchenko und einen von Vitaliy Horovyi direkt mit 14:16 in Führung, doch Moritz Klenk egalisierte den Zwischenstand und Kuno Schauer traf zum 17:16. Bis zur 44. Spielminute konnte sich keine Mannschaft richtig absetzen, danach spielte der TV Grosswallstadt eine vier Tore-Führung heraus. Doch auch diese brachte die Mannschaft nicht über die Zeit und Motor erzielte in der 55. Minute den 25:25-Ausgleich. Kurz vor Ende hatten dann die Gäste sogar die Möglichkeit, den Siegtreffer zu erzielen, nutzten diese Chance aber nicht, so dass man sich mit einer Punkteteilung (27:27) trennte.
Abschließend kann man sagen, dass die junge Garde ihre Sache sehr gut gemacht hat, leider ein paar Fehler zu viel produzierte und auch im Abschluss den einen oder anderen Versuch liegen ließ, so dass das Unentschieden völlig in Ordnung ging.